Gesundheitsprobleme mit Koi durch zu extremen Frost im Januar

Durch die langanhaltende extreme  Frostperiode  Anfang  2012 kam es in zahlreichen ungeheizten Teichen zu Totalausfällen bei Koi. Ursache hierfür ist meist ein  Zusammentreffen  mehrerer negativer  Faktoren wie:

Geringe Teichtiefe

Geringes Wasservolumen

Schlechte Wasserqualität

Unzureichende oder keine Filterung

Falsche  Fütterung  (zu fettes Sommerfutter statt Wheatgerm Futter) vor dem Winter

Unzureichende Teichabdeckung  lediglich durch Styroporeisfreihalter oder sonstige ungeeignete Maßnahmen

Durch das komplette Zufrieren der Teichoberfläche konnten die Faulgase  nicht mehr entweichen, was zu  Ammoniakvergiftung  führte.

Neben den verendeten Koi zeigen die Koi die  unter diesen Bedingungen überlebt haben massive Krankheitssymptome wie:

Koi liegen am Teichrand oder auf dem Boden auf der Seite, will man Sie fangen, „schiessen“  sie davon und legen sich an anderer Stelle wieder auf die Seite.

Koi haben aufgedunsene Bäuche und Glotzaugen und abstehende Schuppen

Koi haben blutunterlaufenen Hautstellen

In diesen Fällen ist sofortiges Handel erforderlich, je nach fortgeschrittenem Stadium sind aber diese Koi nicht mehr zu retten. Sie sollten trotzdem folgende Hilfemaßnahmen einleiten:

  1. Fangen Sie die Koi heraus und bringen Sie diese  in einem oder mehreren Quarantainebecken bei Raumtemperatur unter. http://www.kois.de/Netze-/-Fischbecken
  2. Füllen Sie das Becken mit Leitungswasser auf, geben Sie einen Wasseraufbereiter hinzu. Belüften Sie das Quarantainebecken http://www.kois.de/teichbelueftung
  3. Setzen Sie die Koi sofort in das Quarantainebecken , die Wassertemperatur sollte sich später über mehrere Stunden von selbst an die Raumtemperatur anpassen.
  4. Geben Sie sofort ein geeignetes Teichschutzsalz hinzu. Am ersten Tag 3 Gramm pro Liter und am zweiten Tag nochmals 3 Gramm pro Liter.  Die Teichschutzsalzzugabe ist enorm wichtig.
  5. Fügen Sie dem Quarantainewasser  Milchsäurebakterien hinzu, diese stärken das Immunsystem.
  6. Bei blutunterlaufenen Hautstellen, offenen Wunden und Geschwüren, geben Sie  am 2. Tag Cytofex hinzu. http://www.kois.de/fischheilmittel

Kontrollieren Sie ab dem 2. Tag die Wasserwerte Nitrit und  Ammonium. Wechseln Sie erforderlichenfalls zwei Drittel des Quarantainewassers aus, vergessen Sie aber nicht für die nachgefüllte Wassermenge  die entsprechende Salzzugabe. http://www.kois.de/Wassertests

Geben Sie während der ersten 5 Tage auf keinen Fall Futter! Danach starten Sie mit zwei Pellets  pro Koi unter Beobachtung, ob die Koi das Futter aufnehmen.

Verhindern Sie  ein Herausspringen der Koi aus dem Quarantainebecken durch Abdecknetze.

Ab dem 6. Tag können Sie die  Salzmenge durch Teilwasserwechsel schrittweise auf 2 Gramm pro Liter reduzieren.

Zeigen alle Maßnahmen Erfolg, sollten Sie spätestens jetzt  das Quarantainebecken zusätzlich filtern . Hierfür können neben herkömmlichen Filtern zum Beispiel die  Biopress Filter verwendet werden. http://www.kois.de/oase-biopress-set

Benutzen Sie einen Filterstarter und überprüfen Sie weiterhin die Wasserwerte.
http://www.kois.de/Filterbakterien-/-Starterbakterien

Zeigen die Koi nach insgesamt 2 Wochen ein normales Verhalten bei gutem Aussehen, können Sie diese, wenn die Teichwassertemperatur mindestens 12 Grad beträgt,  wieder behutsam unter Angleichung der Wasserwerte zurück in den Teich setzen.

Es empfiehlt sich zuvor am Teich einen großen Wasserwechsel durchzuführen und die  Filteranlage  in  Betrieb zu haben.


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